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Kurzvita: Sacha Szabo

Dr. Sacha Szabo, (geb. 1969) studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie und schloss mit dem Magister ab und promovierte anschließend über Vergnügungswelten wie Volksfeste und Freizeitparks. Aus dieser Forschung sind viele Ableger entstanden, wie etwa das aktuell erschienene Buch über den Ballermann. Es sind besonders die Alltagsgegenstände und die Alltagsphänomene die es Szabo angetan haben. Die Besonderheit dieser scheinbar unscheinbaren Dinge ist, dass sie nämlich eine Art "Wurmloch" in eine Welt jenseits des Alltäglichen sein können. So entstanden auch Arbeiten über Spielzeug, Computerspiele oder Filme. Er hatte mehrere Lehraufträge an der Universität Freiburg inne und leitet gegenwärtig das Institut für Theoriekultur, Freiburg, ein loses Netzwerk von Kulturschaffenden.

(Stand Oktober 2011)

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Zum Werdegang

"Was als Wissenschaftsgebiet "Soziologie" oft nicht sehr spannend klingt, wird in Szabos Fall zu einer Wissenschaft, die sich um die Unterhaltung, deren Voraussetzungen und gesellschaftlichen Wirkungen kümmert. In seinen kultursoziologischen Forschungen beschäftigte sich der 39-Jährige schon mit Playmobil, Achterbahnen, Jahrmärkten, der Welt der Schlümpfe, Computerspielen. Oder eben mit dem Ballermann-Welten, die "uns für einen kurzen Moment von der Wirklichkeit entlasten", so sein Fazit. Der gebürtige Freiburger schloss sein Studium der Literaturwissenschaft, Soziologie und Philosophie im Jahr 1998 mit einer Magisterarbeit über den Begriff des Verrats ab. Danach begann er seine soziologische Doktorarbeit mit dem Titel "Rausch und Rummel", die ihn auf Jahrmärkte und in Vergnügungsparks führte. Dort untersuchte er unterschiedliche Reize, wie man sie in Achterbahnen, Schießständen und Losbuden erlebt. Was für andere Menschen einfach dem reinen Vergnügen gilt, wird für Szabo zum Forschungsgegenstand: Die Menschen in und an diesen Attraktionen interessieren ihn – wie sie an diesem Ort ihre innersten Triebe und Sehnsüchte ausleben. Seit seinen Kirmesforschungen hat er den Bereich der Wissenschaft von der Unterhaltung nicht mehr verlassen. Als Gastdozent an der Universität Freiburg bietet er Seminare an, als freiberuflicher Forscher betreibt er das Netzwerk "Institut für Theoriekultur" – alles im Namen der Unterhaltungswissenschaft."

Lorenz Bockisch, "BZ Portrait", Badische Zeitung, 27.03.09

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Ausgewählte Pressestimmen

"Die Schlümpfe sind Plastikfiguren, Sammlerstücke - und Thema für die Wissenschaft. Ein Soziologe erklärt, warum sie so beliebt sind."
Ulrike Bretz, Süddeutsche, 23.10.2008

"„Doch was macht den Reiz aus, sich in die spöttisch „Kotzmühle“ genannten Gefährte zu klemmen und die Schwerkraft auszuhebeln? „Es ist die Lust am Nervenkitzel“, sagt Kultursoziologe Sasha Szabo, der seine Doktorarbeit über „Attraktionen auf Jahrmärkten und in Vergnügungsparks“ schrieb."
Stefanie Monien, Kölner Express, 19.04.09

"Kopfüber glücklich. Warum sind Achterbahnen so beliebt. Ein Freiburger Soziologe machte den Selbst-versuch"
Emotion, 9/09

"In Bad Krozingen gibt es einen Soziologen, der zweimal hinschaut, wenn er ein beschmiertes Wahlplakat sieht, wie es dieser Tage an jedem dritten Laternenpfahl herumhängt. Sacha Szabo versucht, Regelmäßigkeiten in der gepimpten Wahlpropaganda festzustellen."
Fudder, 11.09.2009

"Silvesterfeuerwerk - eine wunderbare Unvernunft. BZ-Interview mit dem Soziologen Sacha Szabo über das anarchische Potenzial von Feuerwerken"
Badische Zeitung, 30.12.2011


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Namenslegende


Da es immerwieder gerne Mißverständnisse und Verwirrung um meinem Namen gibt und ich manchesmal als Sascha Sabo angeschrieben werde.

Mein Vorname Sacha ist die französische Schreibweise des Namens Sascha.

In der Wikipedia wird der Name folgendermaßen hergeleitet:

"Sascha ist sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Vorname. [...] Im Russischen und anderen osteuropäischen Sprachen ist Sascha (russ. Саша) eine Koseform des griechischen Namens Alexander bzw. Alexandra. Heute ist Sascha in manchen Ländern (beispielsweise Deutschland) ein eigenständiger Name. Sascha bedeutet so viel wie Der die (fremden) Männer abwehrt und Der Beschützer."
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha)

Mein Nachname Szabo wird ausgesprochen wie Sabo und bedeutet schlicht und einfach "Schneider". Auch hier gibt die Wiki Auskunft:

"Szabó bzw. Szabo ist der Familienname mehrerer, meist ungarischer, Personen. [...] Der ungarische Name Szabó entspricht wörtlich dem deutschen Familiennamen Schneider, die eingedeutschte Schreibweise lautet Sabo."
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Szabo)

Neben diesen offiziellen Varianten gibt es noch eine Vielzahl von Formen mit denen ich im Laufe meines Lebens konfrontiert wurde:

Schascha, Sasa, Tschascha, Sasha, Jascha. Besonders entzückend die Koseform im Kindergarten: Saschi.

Gibt schon mein Vorname Anlass für spannende Variationen so wird mein Nachname mit jeder Erklärung noch weiter Permutiert. So wird aus Szabo: Tschabo, Tschabbo, Schabo, Schapo, Tsabo, Sado (!), Sabbo

In Vergleich zu diesen Formen klingen die "offiziellen" Variationen ganz unspektakulär
Szábo, Szabó, Sabo

Nun und nun um dieses Nameskarussell noch zu beschleunigen. Ich trage einen Doppelnamen Sacha-Roger. Publiziere aber unter Sacha Szabo, weil mir der zweite Namensteil nicht so dolle gefällt.

Also um es abzuschließen. Geschrieben werde ich Sacha Szabo aber ausgesprochen Sascha Sabo